Viele Schüler mit Leseschwierigkeiten haben eigentlich keine Sehbehinderung – sie bestehen die Sehtests in der Schule problemlos. Trotzdem kämpfen sie damit, den Blick zu fokussieren, überspringen Wörter oder verlieren die Konzentration. Warum?
Forschungen zeigen, dass bis zu 80 % der Kinder mit Leseschwierigkeiten subtile Defizite in der Zusammenarbeit der Augen haben – sogenannte präklinische binokulare Sehfunktionsstörungen. Diese fallen in normalen Sehtests nicht auf, beeinflussen aber, wie leicht wir den Fokus halten und Text visuell interpretieren.
Doch es geht nicht nur um das Sehen – sondern auch um das Gehirn.
👁️ In einer bahnbrechenden Studie verwendeten Forscher der Hochschule Gävle und des Karolinska-Instituts eine Methode zur Messung der Sauerstoffversorgung im Gehirn (fNIRS). Sie zeigten, dass wenn die Augen unter schwierigen Bedingungen zur Zusammenarbeit gezwungen werden – etwa wenn Konvergenz und Fokussierung im Konflikt stehen – der Stirnlappen stark aktiviert wird. Dieser Teil des Gehirns steuert sowohl Aufmerksamkeit als auch Arbeitsgedächtnis.
🧠 Und nicht nur das: Wenn die Aufgabe zusätzlich mit einer kognitiven Herausforderung kombiniert wurde (denken Sie an: Leseverständnis in der Schule), erhöhte sich die Belastung noch weiter. Das Gehirn muss also doppelt arbeiten – sowohl um die Augen richtig zu steuern als auch gleichzeitig den Inhalt zu verarbeiten.
Dies liefert einen wichtigen Schlüssel dafür, warum manche Schüler vom Lesen erschöpft sind – obwohl sie lesen können.
📈 Imvis VR-Training basiert auf bewährtem binokularem Sehfunktionsstörungstraining, wurde aber modernisiert, um Schülern im schulischen Umfeld zu entsprechen. Studien des Karolinska-Instituts zeigen, dass es sowohl die Augenkoordination als auch den Lesefluss verbessert – was wiederum die unnötige Belastung des Gehirns verringern kann.
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