Grisham u.a. (2007) untersuchten 461 amerikanische Highschool-Schüler (Durchschnittsalter 15,4 Jahre), die als schwache Leser identifiziert wurden. Obwohl nur 17 % eine verminderte Sehschärfe hatten, zeigten ganze 80 % signifikante Defizite in visuellen Fähigkeiten, die das Lesen beeinflussen – insbesondere die Binokularsicht, also die Koordination der Augen, einschließlich Konvergenz und Fokussierung.
Studien zeigen, dass standardmäßige Sehtests diese Probleme nicht erfassen und dass viele Schüler mit Leseschwierigkeiten eigentlich eine völlig normale Sehschärfe haben – jeweils ein Auge – aber Schwierigkeiten, beide Augen beim Lesen zu koordinieren.